Hashtags auf Facebook nutzen – ja oder nein?

Hashtags auf Facebook nutzen – ja oder nein

Hashtags auf Facebook nutzen – ja oder nein?

Was bringen Hashtags auf Facebook? Diese Frage bewegt viele Gemüter. Lies hier, was ein Hashtag überhaupt ist, wie er funktioniert und wann Du ihn auch auf Facebook einsetzen solltest.

Was ist überhaupt ein Hashtag?

Hashtags (auf Deutsch „Raute“) sind diese kleinen Gartenzäune. Wenn ein Hashtag gesetzt wird, sieht das so aus: #Hashtag

Er besteht immer nur aus einem Wort oder einer Wortkette. Das kann vielerlei Gestalt haben. In den vergangenen Jahren sind die Anwender immer mehr dazu übergegangen, auch ganze Wortketten als Hashtag zu nutzen. Das könnte in etwa so aussehen: #HashtagAufFacebookNutzen

Bei der Verknüpfung mehrerer Wörter ist es für die Lesbarkeit ratsam, die Groß- und Kleinschreibung einzusetzen. So machst Du Wortanfänge deutlich sichtbar. Ein Muss ist das allerdings nicht. Beachten solltest Du nur, dass wenn Du ein Leerzeichen zwischen die Wörter setzt, jeweils nur das erste Wort (also das mit „#“) wirklich als Hashtag gekennzeichnet wird.

Als Zeichen sind Buchstaben und Zahlen zulässig. Satz- und Sonderzeichen funktionieren leider nicht.

Hashtags auf Twitter, Instagram und Facebook

Werfen wir einen kurzen Blick in die Geschichte des Hashtag. So richtig bekannt wurde die beliebte Raute erst durch Twitter. Seit 2009 markiert der ursprüngliche Nachrichtendienst damit wichtige Schlagworte, um sie über die Suche schneller auffindbar zu machen.

Während anfangs diese Art der Markierung eher eine Randerscheinung war, ist der Hashtag heute kaum noch aus den Sozialen Plattformen wegzudenken. Vor allem eben auf Twitter und Instagram dient er dazu, Themenkennzeichnungen vorzunehmen. In den beiden genannten Netzwerken nutzen vor allem die User häufig die Suche, um Beiträge oder Bilder zu bestimmten Themen zu finden. Umso wichtiger ist dort eine sinnvolle Verschlagwortung relevanter Keywords.

Und wie ist das mit dem Hashtag auf Facebook?

Facebook erkannte erst recht spät das Potential, dass sich hinter dieser Methode verbirgt und führte den Hashtag Mitte Juni 2013 ein. Das Ergebnis: fragwürdig.

Während Twitter mit einer hohen Beitragsfrequenz und einer Verknappung auf 140 Zeichen arbeitet, ist Facebook im Vergleich ein recht textlastiges Medium. Twitter setzt vor allem auf News, Trends und aktuelle Meldungen. Wer neueste Informationen zu einem Bestimmten Sachverhalt sucht, wird hier schnell fündig. Es lohnt sich also durchaus die Suchfunktion zu nutzen und eben nach diesen vielgepriesenen Hashtags Ausschau zu halten, die genau diese Beiträge kennzeichnen.

Facebook hingegen kommt im Vergleich eher als unterhaltendes Netzwerk daher. Hier geht es weniger um Neuigkeiten, sondern vielmehr um den Austausch. Social Network eben. Der Nutzer lässt sich eher berieseln, als dass er selbst aktiv wird und nach aktuellen Meldungen sucht. Allein um auf Facebook gefunden zu werden nutzt der Hashtag also hier recht wenig.

Facebook-Suche

Warum also Hashtags auf Facebook?

Argument1: Wer sucht soll auch finden

Ich persönlich bin ein großer Fan von Hashtags auf Facebook. Zunächst gibt es ja doch immer mal wieder Nutzer, die auf Facebook nach Informationen suchen. Und wenn Du ihnen helfen kannst, in dem Du bestimmte Begriffe in Deinen Beiträgen mit einem „#“ versiehst, warum solltest Du Dir die Möglichkeit nehmen?

Argument2: Hashtag als interner Kampagnen-Link

Ein Hashtag fungiert quasi als Link. Du leitest den Leser via Hashtag auf die Suchergebnisse von Facebook weiter. Hier werden sämtliche Beiträge auflistet, die genau diesen #Hashtag enthalten. Dadurch ermöglichst Du Deinem Leser, sich weitergehend über das Thema zu informieren.

Du willst den Leser nicht „wegschicken“? Dann nutze diese Gelegenheit für eine eigene Kampagne. Finde ein exklusives Hashtag, das Du konsequent für Dein Produkt oder Deine Marke nutzt. So garantierst Du, dass der Leser weiterhin bei Dir bleibt. Denn alles, was er in den Suchergebnissen findet führt wiederum zurück zu Dir. :)

Doch hier gilt: Informiere Dich vorher. Problematisch wird es nämlich, wenn es das Hashtag bereits gibt und es auf ein ähnliches Produkt eines Mitbewerbers verweist. Vorherige Recherche hilft. :)

Argument3: Locke Schnellscroller mit Stoppwörtern

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Themenkennzeichnung im Newsfeed. Es ist mega praktisch über dem Beitrag ein bis zwei Hashtags zu setzen, um das Thema des Postings kurz anzureißen. Dadurch ermöglichst Du selbst dem Schnellscroller binnen kürzester Zeit zu erfassen, worum es geht

(Der Klassiker: #gewinnspiel. Da werden die meisten aufmerksam. :) )

Beachten solltest Du bei der Verwendung von Hashtags lediglich, dass Du sie nicht inflationär auf Facebook verwendest. Das ist nicht nur schwer zu lesen, sondern beschränkt auch noch nachweislich die Interaktionsrate. Tina Bauer hat auf hat dazu einen sehr lesenswerten Beitrag auf onlinemarketing.de geschrieben. 

Argument4: Übersichtlichkeit in Gruppen

In Facebook-Gruppen ist das Hashtag ein sinnvolles Hilfsmittel für die Übersichtlichkeit. Außerdem hilft es Beiträge schneller wieder zu finden. :) Denn hier wird häufig die Suchfunktion genutzt, vor allem wenn die Gruppe bereits eine gute Größe und viel Interaktion aufweist.

Argument5: Der Unterhaltungsfaktor

Vermutlich hast Du auch schon einige Hashtags gesehen, die augenscheinlich nur einen Unterhaltungswert besitzen. Frage: Warum eigentlich nicht? Diese kleinen, liebevollen Details, die uns zum Schmunzeln bringen, machen doch ein Unternehmen erst so richtig sympathisch. Findest Du nicht?

Argument6: Crossposting --> Hier braucht’s den Gartenzaun :)

Mensch Sandy, was ist denn jetzt wieder Crossposting? Das ist eine sehr schicke Verknüpfung verschiedener Netzwerke miteinander. Crossposting eignet sich hervorragend für Solopreneure, die möglichst viele Kanäle mit möglichst wenig Zeitaufwand bespielen wollen. Du kannst zum Beispiel Deine Facebook-Fanpage mit Deinem Twitterprofil verknüpfen, so dass Deine Beiträge auch auf Twitter erscheinen. Allerdings eben nur die ersten 140 Zeichen. Der Rest wird per Verkürzungslink dargestellt, der dann wiederum auf den entsprechenden Facebook-Post weiterleitet.

Du nutzt diese Option? Dann solltest Du auf jeden Fall am Anfang jedes Posts 1-3 Hashtags setzen. Sonst nützt die schönste Verknüpfung nichts.

tweet auf twitter

Mein Fazit plus ein mega geiles Beispiel für effektives Marketing mit Hashtag

Du siehst, ich stehe voll auf die kleinen Gartenzäune und möchte sie auch bei Facebook nicht mehr missen. Gut, da scheiden sich die Geister, aber das ist auch völlig in Ordnung. Ob und wie Du Hashtags künftig auf Facebook nutzt, liegt allein bei Dir.

Nichts destotrotz möchte ich Dir noch ein schönes Beispiel mitgeben, wie man Hashtags einfach mal so richtig liebevoll in sein Marketingkonzept einbindet. (Nicht nur auf Facebook, aber auch dort. :) )

Bühne frei für Marie: #weilküssenfetzt

Darf ich Dir Marie Herrmann vorstellen? Sie produziert selbstgemachte Lippenpflegeprodukte unter dem Label lipfein. Ihr Hashtag ist themenspezifisch, wunderschön und super einprägsam: #weilküssenfetzt

Den Hashtag nutzt sie konsequent. Es wohl am ehesten das, was man früher als Claim oder Slogan bezeichnet hat. Der Vorteil: Im Gegensatz zu Produktmarken gehen uns gängige Slogans recht flott ins Ohr und bleiben dort (vor allem, wenn sie so originell sind).

Die Verwendung von #weilküssenfetzt beschränkt Marie dabei nicht nur auf ihre Onlinemaßnahmen. Ganz im Gegenteil. Das Hashtag ist so etwas wie das Herzblut ihrer Strategie. Egal ob auf ihrer Visitenkarte, Flyern, Sticker oder auf ihrem Jutebeutel – überall findet sich ihr Slogan.

Gehen wir nun davon aus, Du hast von dem Lippenbalsam gehört und willst ihn endlich kaufen. Dir will aber partout der Name des Produktes nicht mehr einfallen. Was machst Du? Du googelst nach #weilküssenfetzt

Hast Du schon mal einen Hashtag gegoogelt? Einfach weil er Dir gefiel oder Du mehr wissen wolltest? Nein? Dann mach‘ das mal.

In unserem speziellen Fall sieht das dann in den Suchergebnissen wie folgt aus:

weilküssenfetzt

Du siehst, das Hashtag taucht immer wieder auf. Auf Maries Webseite, bei ihren Vertriebspartnern und natürlich auch in den sozialen Netzwerken. :)

Wie ist das bei Dir? Hast Du Dich auf ein Hashtag festgelegt? Nutzt Du Hashtags auch auf Facebook oder findest Du sie dort eher doof? Schreib‘ mir Deine Meinung in den Kommentar.

PS: Ich bekomme übrigens kein Geld oder sonst irgendeine Gegenleistung von Marie dafür, dass ich sie hier vorstelle. Wir kennen uns schon eine ganze Weile und ich finde ihr Hashtag einfach so wunderschön, dass ich es Dir gern als Beispiel vorstellen wollte.

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